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Swaps - Zinswetten & toxische Derivate

Zu Swaps können beispielsweise Harvest Swaps (Harvest), Long Short Momentum Swaps (LSM-Swap), Currency Related Swaps (CRS) und der Cross Currency Swaps (CCS) zählen. Eine ausführliche Beschreibung der Funktionsweisen ist durch das Studium mannigfaltiger Fachliteratur durch die Kanzlei Rössner Rechtsanwälte vorgenommen worden.

Spekulative Finanzderivate können extrem vermögensschädigend sein. Der Schaden des Anlegers ist hier nicht auf den Totalverlust des für Anlagezwecken frei verfügbaren Vermögens begrenzt. Vielmehr kann der Anleger im wahrsten Sinne des Wortes Haus und Hof verspielen. Durch die eingebauten, und für den Kunden meist nicht transparenten, Hebel und Spreads können bereits kleinste Veränderungen am Finanzmarkt desaströse Folgen haben. Hier folgt eine kurze Darstellung der am häufigst schädlichen Produkte.

 

Weitere ausführliche Informationen zum Thema Swaps finden Sie auch auf www.swaps.de

 

1. Harvest-Swap (Harvest)

Der DB Balanced Currency Harvest Swap ist ein Produkt der Deutschen Bank. Es handelt sich um einen Zinsswap. Anleger und Bank haben hier feste gegen variable Zinsen getauscht. Die Bank zahlte einen festen, der Anleger einen variablen Zinssatz, der sich zudem an dem sog. Harvest-Index (einem synthetischen Index) orientiert. Wie sich der Harvest-Index bildet, ist dabei für den Kunden weder erkenn- noch beeinflussbar. Der Harvest Swap wurde ab 2008 vermehrt an Privatkunden aus dem Bereich Private Wealth Management vertrieben. Auch wenn Abschlüsse mehr als drei Jahre zurückliegen, können oft mit sehr gutem Erfolg durchgesetzt werden.

2. Long Short Momentum Swap (LSM-Swap)

Auch dieser Swap ist ein Produkt der Deutschen Bank. Der Anleger setzt auf die Entwicklung des sog. Long Short Momentum Index. Das Prinzip ist auch hier wieder: wenig Transparenz und keine Einflussmöglichkeiten für den Kunden. Der synthetische Index ist so konstruiert, dass die Komplexität nicht zu durchschauen ist. Das Produkt ist eine Spekulation auf die Entwicklung des Index. Tatsächlich hat die Deutsche Bank den Index erst kurz vor Vertrieb der Swaps fiktiv zurückgerechnet, was den Kunden bei der Darstellung der vermeintlich erfolgreichen Historie oftmals verschwiegen wurde. Der Vertrag zwischen der Bank und dem Kunden wird auf eine festgelegte Laufzeit geschlossen. Beide (Bank und Kunde) schulden sich einen Zinssatz aus einem fiktiven Bezugsbetrag, der vorher ebenso festgelegt wird wie die Höhe des Bezugsbetrages. Dann folgen zwei Zahlungen: Zunächst zahlt die Bank dem Kunden per Saldo feste Beträge. Im zweiten Schritt dreht sich alles und die Bank zahlt den geringen festen Zinssatz, aber den variablen Zins übernimmt dann der Kunde.

3. Currency Ralated Swap (CRS)

Der Currency Related Swap (CRS) setzt auf den Kursverlauf zwischen Euro und Schweizer Franken. Die Gestaltung der Konditionen erschien dabei auf den ersten Blick einfach. Tatsächlich handelt es sich jedoch um eine Serie von Optionen, die der Kunde als „Versicherer“ der Bank verkauft. Dafür erhält er eine sehr geringe Optionsprämie. Meist wurde dem Kunden dieser Swap als Mittel der Zinsoptimierung empfohlen im Rahmen eines bereits bestehenden Kreditvertrages. Die Aufklärung über die potentiellen Risiken wurde nur am Rande erwähnt. Die Basissummen (in diesem Fall die Höhe der Kredite) war häufig sehr hoch, da dieses Produkt häufig investitionsstarken Branchen und Unternehmen angeboten worden.

4. Cross Currency Swap (CCS)

Der Cross Currency Swap (CCS) ist ein Zins-Währungs-Swap und spekuliert (oder wettet) auf Zinssatz- und Wechselkursentwicklungen in verschiedenen Währungen (z.B. Euro/Schweizer Franken). Die Bank schließt mit dem Kunden einen Vertrag ab, der auf eine bestimmte Laufzeit festgelegt wird. Nach dieser Laufzeit bestimmt sich dann der Zinssatz aus einem künstlichen (fiktiven) Bezugsbetrag in den definierten Währungen, der dann jeweils dem anderen geschuldet wird. Die Zahlungshöhe ist abhängig vomn z. B. 3-Monates-Euribor und dem 3-Monats-CHF-Libor. Oftmals wurden auch „exotische“ Währungen von Schwellenländern verwendet, um eine möglichst hohe Zinsdifferenz während der Laufzeit darstellen zu können, was dann zu hohen Wechselkursverlusten der Kunden am Laufzeitende führte.

Aus heutiger Sicht und mit heutigem Kenntnisstand scheint es manchem rückblickend eicht, die Gefährlichkeit der Produkte zu erkennen. Der durch diese Produkte geschädigte Kunde, hatte weder das Wissen, noch eine Vorstellung. Meist gehen die Produkte völlig am Anlegertyp vorbei. Dem Kunden wurden entscheidungsrelevante Informationen verheimlicht oder verharmlost dargestellt. Aus diesem Grunde können auch verjährte Ansprüche häufig noch geltend gemacht werden.

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